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Tipps zum Wohnwagen-Camping im Winter

Tipps zum Wohnwagen-Camping im Winter

Tuesday, 12.05.2026
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Tipps zum Wohnwagen-Camping im Winter

Camping im Sommer kann doch jeder. Das sagen sich viele Wintercamper und machen sich auch bei eisigen Temperaturen und Schnee mit dem Wohnwagen auf den Weg in den Urlaub. Natürlich ist für dieses Abenteuer eine teils ganz andere Ausstattung als im Sommer gefragt.

Mehr Gas, Isolierungsmaterial, Frostschutzmittel – wir geben Ihnen Tipps zu den wichtigsten Utensilien und Vorbereitungen fürs winterliche Campen mit dem Wohnwagen. Außerdem finden Sie im Anschluss zahlreiche Vorschläge für Wintercampingplätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wohnwagencheck speziell für den Winter

Vor dem Start in den Wohnwagen-Winterurlaub sollten Sie folgende Punkte durchgehen:

  • Passt die Profiltiefe der Winterreifen? (mindestens 4 mm)
  • Funktionieren Heizung und Gebläse?
  • Batterie prüfen, evtl. Pole reinigen
  • Schneeketten mitnehmen für Bergregionen
  • Frostschutz nachfüllen in Scheibenwaschanlage und Kühler
  • Eiskratzer und Handbesen griffbereit verstauen

Alles rund ums Wasser beim Wintercamping

Befinden sich die Wasservorräte im Inneren des Wohnwagens und wird dieser beheizt, gibt es keine Probleme. Ist das nicht der Fall, haben Sie folgende Optionen:

  • Abwassertank besitzt eine spezielle Isolierung und wird extra beheizt.
  • Ist auch das nicht möglich, lassen Sie den Ablasshahn offen und das Abwasser in einen Eimer fließen. Selbst, wenn das Wasser darin gefriert, können Sie es noch entsorgen.
  • Alternativ können Sie Frostschutzmittel in den Abwassertank schütten. Auch für den Tank für die Toilette ist das empfehlenswert.

Beim Boiler gibt es in der Regel keine Probleme. Die Geräte sind sehr gut isoliert und halten viele Stunden nach der Benutzung warm. Besitzt der Boiler einen Frostschutzwächter, gibt es ohnehin keine bösen Überraschungen mit Frost: Bei unter 4 Grad öffnet sich das Boilerventil.

Aber Achtung bei der erneuten Nutzung des Boilers: Schalten Sie erst die Bordheizung ein und warten Sie eine Weile, bevor Sie den Boiler benutzen.

Strom: Geringere Batterieleistung bedenken

Die Bordbatterie hält bei Kälte oft deutlich kürzer als beim Wohnmobil-Campen im Sommer. Darüber hinaus sollten Sie bedenken, dass Sie im Winter generell mehr Strom benötigen. Sie sollten am Stellplatz daher die meisten Verbraucher über Landstrom betreiben, auch den Kühlschrank.

Achten Sie beim Verlegen des Kabels darauf, dass es nicht festfrieren kann und dass es keinen Schaden beim Schnee räumen nimmt.

Genügend Gas an Bord

Nicht nur Strom wird beim Wintercampen mehr verbraucht, sondern auch Gas. Immerhin steigt der Bedarf nach heißen Getränken und warm sollte es im Wagen ohnehin sein. Eine 11-Kilogramm-Gasflasche reicht maximal 3 bis 4 Tage.

Um bei eisigen Temperaturen nicht selbst die Flasche wechseln zu müssen, ist ein automatisches Umschaltventil hilfreich.

Tipps zur Isolierung des Wohnwagens

Ein modernes Wohnmobil bzw. ein moderner Wohnwagen ist von Haus aus gut ausgestattet für kalte Temperaturen. Hier sind bspw. Isolierverglasungen vorhanden sowie eine für das Wintercamping dimensionierte Heizung. Auch der Aufbau besitzt eine Isolierung.

Weitere Möglichkeiten, das Wohnwageninnere vor der Kälte zu schützen:

  • Isomatten/Heizmatten für den Boden im Wohnwagen
  • Alternativ: Flickenteppiche
  • Für die Scheiben: Folien oder Thermomatten
  • Im Fahrerhaus: Thermovorhang zwischen Fahrerhaus und Wohnbereich
  • Fahrerhaus außen: Thermohaube zum Abdecken

Weitere Heiz-Möglichkeiten bieten Infrarotheizungen und Heizlüfter. Wenn Sie es zusätzlich auch im Vorzelt warm haben möchten, empfiehlt sich ein mit Gas betriebener Heizstrahler.

Warum Sie unbedingt ein Vorzelt aufbauen sollten

Das Aufbauen des Vorzelts mag zwar etwas Zeit kosten und ist bei kalten Temperaturen auch kein Vergnügen, es bringt aber gerade beim Wintercamping eine Menge Vorteile:

  1. Es ist ein guter Kältepuffer für den Wohnwagen.
  2. Praktischer Ablageort für nasse Kleidung, Schuhe, Skiausrüstung und Schlitten.
  3. Zusätzliche Kühlmöglichkeit für Lebensmittel und Getränke.

Wie eben bei den Heizmöglichkeiten beschrieben, ist das Vorzelt auch als Aufenthaltsraum geeignet.

Weiteres praktisches Zubehör für das Wintercampen mit Wohnwagen und Wohnmobil:

  • zusätzliche Decken – am besten Fleecedecken
  • Stirnlampe
  • gefütterte Arbeitshandschuhe
  • Fußabtreter für den Außenbereich
  • Bretter zum Unterlegen für Räder und Stützen
  • Besen/Handfeger
  • Leiter, um Schnee/Eis auf Dach und Vorzelt zu entfernen
  • kleiner Klappspaten/kleine Schneeschaufel
  • frost-sicheres Stromkabel
  • Türschlossenteiser
  • Frostschutzmittel
  • Luftentfeuchter
  • Teleskopleiter

Was ist während der Standzeit auf dem Campingplatz zu beachten?

Bei kräftigen Schneefällen sind Räumarbeiten beim Wohnmobildach und dem Zeltvordach gefragt. Auch wenn es draußen sehr kalt ist: Lüften Sie den Wohnwagen mehrmals täglich, denn im Winter ist die Gefahr von Feuchtigkeit im Wagen viel höher.

Apropos Lüften: Die Lüftungsöffnungen am Fahrzeug müssen immer schnee- und eisfrei gehalten werden.

Tipps für Campingplätze im Winter – Deutschland, Österreich und Schweiz

Auch wenn der Winter eine eher „Wohnmobil-arme“ Saison ist, heißt das nicht, dass Sie auf jeden Fall einen Platz am gewünschten Campingplatz bekommen.

Im Folgenden haben wir einige Seiten zusammengetragen, die Vorschläge für Campingplätze liefern, die für den Winterurlaub mit Wohnwagen und Wohnmobil bestens geeignet sind:

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